Das in der Kommunikationswissenschaft vorherrschende Kommunikationsmodell (Sender/Kommunikator, Botschaft/Code, Empfänger/Rezipient) verdeutlicht den Ausschluss von Reziprozität d.h. direkter Kommunikation. Die Richtung des "Sendens" ist immer einseitig. Zur ausführlichen Kritik daran: Jean Boudrillard (1972): Requiem für die Medien.
„Nicht als Vehikel eines Inhalts, sondern durch die Form und Operation selbst induzieren die Medien ein gesellschaftliches Verhältnis, und dieses Verhältnis ist keines der Ausbeutung, sondern ein Verhältnis der Abstraktheit, der Abtrennung und Abschaffung des Tauschs. [...] Die Massenmedien sind dadurch charakterisiert, [...] daß sie Nicht-Kommunikation fabrizieren. [...] Die Medien sind dasjenige, welche Antwort für immer untersagt [...]. Darin liegt ihre Abstraktheit. Und in dieser Abstraktheit gründet das System der sozialen Kontrolle und der Macht“ (Baudrillard 1972: 283f.).
Im klassischen Kommunikationsmodell von Sender - Botschaft - Empfänger drückt sich „ein bestimmter Typ von gesellschaftlichem Verhältnis“ (Ebd.: 292) aus. Die Distanz der beiden künstlich getrennten Terme Sender und Empfänger wird ausgeglichen „durch den vollen und verselbstständigten ‚Wert’ der Botschaft (tatsächlich also durch ihren Tauschwert)“ (Ebd.: 292). So wird die Beziehung der Menschen untereinander, durch die Botschaft vermittelt, zu der sie sich als Einzelne beziehen.
Schon die Formel von Kommunikation „als bloße(n) Sendung/Empfang einer Information [..., die] wie in einem verkleinerten Modell einen perfekten Aufriß des gesellschaftlichen Tauschs“ (Baudrillard 1972: 284, 293) gibt, ist die Reproduktion des Bestehenden. Es ist die Form der Medien, „die sie, in welchen Kontexten auch immer, unausweichlich mit dem Machtsystem solidarisiert“ (Baudrillard 1972: 287).
„Nicht als Vehikel eines Inhalts, sondern durch die Form und Operation selbst induzieren die Medien ein gesellschaftliches Verhältnis, und dieses Verhältnis ist keines der Ausbeutung, sondern ein Verhältnis der Abstraktheit, der Abtrennung und Abschaffung des Tauschs. [...] Die Massenmedien sind dadurch charakterisiert, [...] daß sie Nicht-Kommunikation fabrizieren. [...] Die Medien sind dasjenige, welche Antwort für immer untersagt [...]. Darin liegt ihre Abstraktheit. Und in dieser Abstraktheit gründet das System der sozialen Kontrolle und der Macht“ (Baudrillard 1972: 283f.).
Im klassischen Kommunikationsmodell von Sender - Botschaft - Empfänger drückt sich „ein bestimmter Typ von gesellschaftlichem Verhältnis“ (Ebd.: 292) aus. Die Distanz der beiden künstlich getrennten Terme Sender und Empfänger wird ausgeglichen „durch den vollen und verselbstständigten ‚Wert’ der Botschaft (tatsächlich also durch ihren Tauschwert)“ (Ebd.: 292). So wird die Beziehung der Menschen untereinander, durch die Botschaft vermittelt, zu der sie sich als Einzelne beziehen.
Schon die Formel von Kommunikation „als bloße(n) Sendung/Empfang einer Information [..., die] wie in einem verkleinerten Modell einen perfekten Aufriß des gesellschaftlichen Tauschs“ (Baudrillard 1972: 284, 293) gibt, ist die Reproduktion des Bestehenden. Es ist die Form der Medien, „die sie, in welchen Kontexten auch immer, unausweichlich mit dem Machtsystem solidarisiert“ (Baudrillard 1972: 287).

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